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Landingpage erstellen: Dabei baust du eine Seite für eine einzige klar definierte Handlung. Der Besucher soll sich zum Beispiel für eine Checkliste eintragen, ein Angebot prüfen oder einen Beratungstermin anfragen.
Eine Landingpage ist keine verkürzte Startseite. Sie braucht weder ein großes Menü noch viele gleichwertige Wege. Jeder zusätzliche Zweck lenkt von der wichtigsten Handlung ab.
Diese Anleitung zeigt dir den Aufbau für WordPress und andere Baukastensysteme. Du planst Ziel, Inhalt, Formular, mobile Darstellung und Messung in einer festen Reihenfolge.

Was eine Landingpage leisten soll
Eine Landingpage empfängt Menschen aus einer bestimmten Quelle. Dazu zählen ein Facebook Beitrag, eine Anzeige, ein Newsletter, ein Pinterest Pin oder ein Suchergebnis. Die Seite führt den Gedanken aus diesem Inhalt ohne Bruch weiter.
Notiere auch, ob der Besucher das Angebot bereits kennt. Ein kalter Kontakt braucht mehr Erklärung als ein Newsletter Leser, der deine Inhalte regelmäßig erhält. Passe Umfang und Belege an diesen Wissensstand an.
Verspricht dein Beitrag eine Checkliste mit sieben KI Werkzeugen, muss die Landingpage genau diese Checkliste erklären. Eine allgemeine Seite über dein gesamtes Online Business erzeugt einen Widerspruch.

Nur eine Hauptaktion festlegen
Formuliere das Ziel als messbare Handlung:
- Formular vollständig absenden
- Produktdetails öffnen
- Termin auswählen
- PDF herunterladen
- eine kostenlose Probe starten
Vermeide mehrere große Schaltflächen mit verschiedenen Zielen. Ein Besucher sollte nicht zwischen Newsletter, Shop, Blog, Termin und Social Media Profil wählen müssen.
Landingpage erstellen mit klarer Suchabsicht
Bevor du Texte schreibst, notierst du Besucherquelle, Erwartung und Zielhandlung. Diese drei Angaben bestimmen Überschrift, Inhalt und Schaltfläche.
Der Beitrag Suchintention verstehen erklärt den Unterschied zwischen Anleitung, Vergleich, Produktprüfung und direkter Zielsuche. Eine Landingpage für einen Kurskauf braucht andere Informationen als eine Seite für ein kostenloses PDF.
Eine einfache Seitenplanung
| Frage | Beispiel |
|---|---|
| Woher kommt der Besucher? | Facebook Beitrag über KI Werkzeuge |
| Was erwartet er? | eine kurze Werkzeugliste für Einsteiger |
| Was bekommt er? | PDF Checkliste mit sieben Werkzeugen |
| Was soll er tun? | Vorname und E Mail Adresse eintragen |
| Was geschieht danach? | Bestätigung anklicken und PDF erhalten |
Diese Planung verhindert übertriebene Versprechen. Sie zeigt außerdem, welche Informationen vor dem Formular stehen müssen.
Die wichtigsten Bereiche richtig anordnen
Der obere sichtbare Bereich entscheidet, ob ein Besucher die Seite versteht. Google empfiehlt in seinen Hinweisen zu Landingpages, wichtige Informationen weit oben zu platzieren und die gewünschte Handlung leicht auffindbar zu machen.
Ein sinnvoller Aufbau lautet:
- klare Überschrift mit dem Ergebnis
- kurze Erklärung für die Zielgruppe
- Bild oder Vorschau des Inhalts
- drei bis fünf konkrete Bestandteile
- Formular oder Hauptschaltfläche
- Hinweise zu Ablauf, Kosten und Bedingungen
- Antworten auf häufige Fragen
- Impressum und Datenschutz
Die Überschrift ohne leere Versprechen schreiben
Nenne das konkrete Ergebnis. „Meine besten Tipps für dich“ bleibt unklar. Besser lautet die Überschrift: „Kostenlose Checkliste: Sieben KI Werkzeuge für deinen Blogstart.“
Vermeide sichere Umsatzangaben, künstliche Fristen und erfundene Knappheit. Sage klar, ob der Inhalt kostenlos ist, welche Daten verlangt werden und welche Nachrichten danach folgen.
Formular und Handlungsaufforderung gestalten
Frage nur Daten ab, die du für diesen Schritt brauchst. Für eine einfache Checkliste reichen häufig Vorname und E Mail Adresse. Telefonnummer, Anschrift und Geburtsdatum erhöhen den Aufwand und brauchen einen nachvollziehbaren Zweck.
Beschrifte die Schaltfläche nach der Handlung. „Kostenlose Checkliste anfordern“ ist verständlicher als „Jetzt absenden“. Wiederhole die Hauptschaltfläche nach längeren Abschnitten, aber ändere ihre Aussage nicht.
Den Ablauf nach dem Klick erklären
Zeige dem Besucher, was danach geschieht. Bei einer E Mail Anmeldung folgt in Deutschland meist eine Bestätigungsnachricht. Nach dem Bestätigungslink erhält der Kontakt den angekündigten Inhalt.
Der Artikel E Mail Liste aufbauen erklärt Einwilligung, Bestätigung und die ersten Nachrichten. Halte das Versprechen der Landingpage auch in der E Mail ein.
Vertrauen ohne erfundene Belege schaffen
Zeige echte Informationen über Anbieter, Inhalt und Bedingungen. Dazu gehören Name, Kontaktweg, Preis, Laufzeit und Widerrufshinweise, sofern sie für das Angebot gelten.
Google rät zu nützlichen und eigenständigen Informationen über das beworbene Produkt oder die Dienstleistung. Übernommene Werbesätze ohne eigene Einordnung helfen dem Besucher nicht.
Nur echte Erfahrungen und Stimmen verwenden
Erfinde keine Kundenstimmen, Testergebnisse oder Nutzerzahlen. Eine echte Aussage braucht Zustimmung und einen nachvollziehbaren Zusammenhang. Kennzeichne bezahlte Bewertungen und Werbeinhalte.
Bei einem Affiliate Angebot erklärst du dein Provisionsinteresse sichtbar. Der Leitfaden Affiliate Links richtig kennzeichnen zeigt passende Formulierungen und das Linkattribut sponsored.
Mobile Darstellung und Ladezeit prüfen
Viele Besucher öffnen die Seite auf dem Smartphone. Prüfe Überschrift, Formular und Schaltfläche auf einem kleinen Bildschirm. Schrift, Eingabefelder und Abstände müssen ohne Zoomen lesbar bleiben.
Verkleinere große Bilder und entferne unnötige Videos, Animationen, Popups und Skripte. Eine ruhige Seite führt schneller zur gewünschten Information.
Core Web Vitals messen
Google beschreibt in der Web Vitals Dokumentation drei zentrale Messwerte: LCP für Ladezeit, INP für Reaktion auf Eingaben und CLS für sichtbare Layoutverschiebungen. Als gute Werte nennt Google höchstens 2,5 Sekunden für LCP, höchstens 200 Millisekunden für INP und höchstens 0,1 für CLS.
Der Beitrag Core Web Vitals verbessern zeigt dir die Prüfung in WordPress. Achte besonders auf das große obere Bild, Formulare und nachträglich geladene Elemente.
Landingpage testen und Ergebnisse messen
Öffne die Seite vor der Veröffentlichung auf Smartphone und Computer. Sende das Formular selbst ab. Prüfe Bestätigungsnachricht, Weiterleitung, Download und alle rechtlichen Links.
Miss danach Besucher und abgeschlossene Zielhandlungen. Die Umwandlungsrate berechnest du aus abgeschlossenen Handlungen geteilt durch Besucher mal 100. Bei 500 Besuchern und 25 Anmeldungen liegt sie bei 5 Prozent.
Nur einen größeren Punkt gleichzeitig ändern
Ändere zuerst Überschrift, Bild, Formularlänge oder Schaltflächentext. Führe nicht alle Änderungen gleichzeitig durch. Sonst erkennst du den Grund für ein besseres oder schlechteres Ergebnis nicht.
Ordne Besucherquellen mit festen Kampagnennamen zu. Der Beitrag UTM Parameter erstellen erklärt Quelle, Medium und Kampagne. Verwende keine personenbezogenen Angaben in diesen Werten.
Deine Prüfliste vor der Veröffentlichung
- Die Seite verfolgt eine Hauptaktion.
- Quelle, Überschrift und Angebot passen zusammen.
- Das Ergebnis steht im oberen Seitenbereich.
- Formular und Schaltfläche sind verständlich beschriftet.
- Preis, Ablauf und Bedingungen sind klar.
- Werbung und Affiliate Links sind gekennzeichnet.
- Impressum und Datenschutz sind erreichbar.
- Die mobile Ansicht funktioniert ohne Zoomen.
- Bilder und Skripte bremsen die Seite nicht unnötig.
- Formular, Bestätigung und Download wurden getestet.
Landingpage erstellen bedeutet, eine einzige Handlung verständlich vorzubereiten. Eine klare Aussage, echte Informationen und ein kurzer Weg helfen mehr als viele Gestaltungseffekte.
Starte mit Quelle, Erwartung und Zielhandlung. Baue danach die Seite von oben nach unten auf. Teste den gesamten Ablauf selbst, bevor du Besucher dorthin schickst.


