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Affiliate Links richtig kennzeichnen schützt deine Leser vor versteckter Werbung und deinen Blog vor unnötigem Ärger. Sobald du für einen Kauf, eine Anmeldung oder eine andere Handlung eine Provision erhalten kannst, steckt hinter dem Link ein geschäftliches Interesse. Genau das muss für deine Besucher klar erkennbar sein.
Ein kleiner Hinweis im Impressum reicht dafür nicht. Auch eine allgemeine Erklärung irgendwo im Fußbereich deiner Seite liegt zu weit vom Link entfernt. Der Hinweis gehört dorthin, wo Leser ihn brauchen: direkt an den Beitrag und möglichst nah an den betreffenden Link. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du das auf deinem Blog verständlich umsetzt.
Warum du Affiliate Links richtig kennzeichnen musst

Ein normaler redaktioneller Link verweist auf eine Quelle oder eine weiterführende Information. Bei einem Affiliate Link besteht zusätzlich die Aussicht auf eine Provision. Für den Käufer ändert sich der Preis in der Regel nicht. Du hast trotzdem ein wirtschaftliches Interesse an der Handlung des Lesers.
Die Medienanstalten erklären in ihrem Leitfaden zur Werbekennzeichnung bei Onlinemedien, dass die Veröffentlichung von Affiliate Links einen kommerziellen Charakter hat. Dieser muss transparent gemacht werden. Der Leitfaden gilt als praktische Hilfe für Blogs, soziale Netzwerke, Podcasts und weitere Onlinemedien.
Es geht dabei nicht um eine lästige Pflicht für Kleingedrucktes. Dein Leser soll vor dem Klick verstehen, dass du bei einem erfolgreichen Abschluss Geld erhalten kannst. Klare Angaben stärken zudem das Vertrauen. Wer offen erklärt, wie sich ein Blog finanziert, wirkt glaubwürdiger als jemand, der Provisionen hinter unklaren Formulierungen versteckt.
Wo der Hinweis stehen sollte

Der Werbehinweis muss leicht auffindbar und verständlich sein. Setze ihn am besten direkt am Anfang des Beitrags, wenn der gesamte Artikel stark auf ein Produkt oder Angebot ausgerichtet ist. Kennzeichne einen solchen Beitrag deutlich mit „Werbung“ oder „Anzeige“.
Enthält ein überwiegend redaktioneller Ratgeber nur einzelne Affiliate Links, solltest du diese Links direkt markieren. Du kannst hinter dem jeweiligen Link ein Sternchen setzen und die Erklärung unmittelbar davor oder danach platzieren. Wichtig ist, dass der Zusammenhang ohne langes Suchen erkennbar bleibt.
Die Medienanstalten nennen als Beispiel eine Erklärung, nach der markierte Links Affiliate Links sind, du bei einem Kauf eine Provision erhältst und für den Käufer keine zusätzlichen Kosten entstehen. Du musst diesen Mustertext nicht Wort für Wort übernehmen. Schreibe ihn in deiner eigenen Sprache, aber lasse die entscheidenden Angaben nicht weg.
Eine klare Formulierung für deinen Blog lautet:
Werbung: Dieser Beitrag enthält Affiliate Links. Wenn du über einen solchen Link etwas kaufst, erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Bei einzelnen Links reicht eine kurze Kennzeichnung wie „Werbung“, „Anzeige“ oder „Affiliate Link“ direkt am Link. Verlasse dich nicht allein auf ein Sternchen, wenn die zugehörige Erklärung erst am Ende einer langen Seite erscheint.
Welche Begriffe verständlich sind
Nutze Wörter, die Leser sofort einordnen können. „Werbung“ und „Anzeige“ sind klar. Der Begriff „Affiliate Link“ ist im passenden Zusammenhang ebenfalls hilfreich, braucht bei Einsteigern aber eine kurze Erklärung. Fachbegriffe wie „Partnerlink“, „Provisionslink“ oder nur „sponsored“ versteht nicht jeder auf Anhieb.
Formulierungen wie „Dieser Beitrag wird unterstützt“ bleiben zu vage. Auch „In freundlicher Zusammenarbeit“ sagt nicht klar, ob Geld fließt. Dein Hinweis soll informieren und nicht verschleiern. Schreibe daher direkt, dass du eine Provision erhältst, wenn über den Link ein Kauf oder eine andere vergütete Handlung zustande kommt.
Die Kennzeichnung muss gut lesbar sein. Verstecke sie nicht in kleiner, blasser Schrift. Achte auch in der mobilen Ansicht darauf, dass der Hinweis vor oder bei dem Link erscheint. Viele Leser besuchen deinen Blog mit dem Smartphone. Dort rutschen Fußnoten und Erklärungen schnell weit auseinander.
Werbehinweis und rel sponsored erfüllen verschiedene Aufgaben
Die sichtbare Werbekennzeichnung richtet sich an deine Leser. Das Linkattribut rel="sponsored" liefert dagegen Suchmaschinen eine technische Information. Beides gehört zusammen, ersetzt sich aber nicht gegenseitig.
Google empfiehlt, bezahlte Links und Affiliate Links mit rel="sponsored" zu kennzeichnen. In WordPress sieht ein solcher Link zum Beispiel so aus:
<a href="https://beispiel.de/deinlink" rel="sponsored">Produkt ansehen</a>
Die aktuellen Hinweise findest du direkt bei Google Search Central zu ausgehenden Links. Manche WordPress Werkzeuge bieten beim Einfügen eines Links bereits eine Auswahl für „sponsored“ oder „nofollow“. Falls dein Editor diese Auswahl nicht zeigt, kannst du den HTML Code prüfen oder ein passendes Linkwerkzeug verwenden.
Der häufigste Fehler lautet: Der Link trägt technisch rel="sponsored", aber der Leser sieht keinen Werbehinweis. Für Besucher ist das Attribut unsichtbar. Setze deshalb immer eine verständliche Kennzeichnung in den sichtbaren Text.
So kennzeichnest du verschiedene Inhalte
Bei einem Produktcheck mit mehreren Affiliate Links setzt du den Hinweis direkt an den Anfang. Wenn der komplette Beitrag werblich geprägt ist, nutze gut sichtbar „Werbung“ oder „Anzeige“. Wiederhole die Kennzeichnung bei Kaufbuttons, wenn der Abstand zum ersten Hinweis groß ist.
In einem normalen Ratgeber kannst du einzelne Affiliate Links jeweils markieren. Beispiel: „Zum Anbieter gehen (Affiliate Link)“. Ergänze einmal in unmittelbarer Nähe die Erklärung zur Provision.
In Vergleichstabellen sollte bereits die Spaltenüberschrift oder ein Hinweis direkt über der Tabelle deutlich machen, dass die Schaltflächen Affiliate Links enthalten. Ein Hinweis weit unterhalb der Tabelle hilft dem Leser beim Klick nicht.
Auch Rabattcodes können einen kommerziellen Hintergrund haben. Erhältst du Geld, Sachleistungen oder andere Vorteile für die Nutzung, kennzeichne den Hinweis als Werbung. Das gilt ebenso für Beiträge, die ein Unternehmen bezahlt oder an feste Bedingungen geknüpft hat.
Diese Fehler solltest du vermeiden
- Der Hinweis steht nur im Impressum oder in der Datenschutzerklärung.
- Ein Sternchen führt zu keiner Erklärung oder die Erklärung steht weit entfernt.
- Der Werbehinweis erscheint erst nach dem ersten Affiliate Link.
- Die Schrift ist klein, blass oder auf dem Smartphone kaum lesbar.
- Du nutzt unklare Begriffe, die eine Provision nicht erkennen lassen.
- Du setzt
rel="sponsored", vergisst aber den sichtbaren Hinweis. - Ein alter Hinweis passt nicht mehr zur aktuellen Vergütung des Angebots.
Prüfe bestehende Beiträge regelmäßig. Affiliate Programme ändern Links, Bedingungen und Vergütungen. Entferne nicht mehr gültige Verweise und passe Hinweise an, wenn sich die Art der Zusammenarbeit geändert hat.
Deine kurze Prüfung vor der Veröffentlichung
- Ist der kommerzielle Hintergrund vor dem Klick erkennbar?
- Steht der Hinweis am Anfang oder direkt beim Affiliate Link?
- Versteht ein Einsteiger die verwendete Formulierung?
- Ist die Kennzeichnung auf dem Smartphone gut sichtbar?
- Trägt der bezahlte Link das Attribut
rel="sponsored"? - Funktionieren Link, Zielseite und Kennzeichnung noch?
Affiliate Links richtig kennzeichnen braucht keinen komplizierten Text. Schreibe offen, dass du eine Provision erhalten kannst. Platziere den Hinweis dort, wo der Leser den Link sieht. Ergänze für Suchmaschinen rel="sponsored". Damit trennst du redaktionelle Inhalte sauber von Werbung und zeigst deinen Lesern, wie dein Blog finanziert wird.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei einem konkreten Streitfall solltest du rechtlichen Rat einholen.


