WordPress Backup erstellen: Anleitung für Anfänger

WordPress Backup erstellen und extern speichern

WordPress Backup erstellen: Diese Aufgabe solltest du erledigen, bevor ein Update scheitert, ein Plugin die Seite lahmlegt oder ein Angriff Daten verändert. Ein Backup spart dir keine Arbeit, solange alles läuft. Es entscheidet aber, ob du deinen Blog nach einem Fehler in Stunden wiederherstellst oder mühsam neu aufbaust.

Für eine vollständige Sicherung brauchst du zwei Teile: die WordPress Dateien und die Datenbank. Nur zusammen ergeben sie eine brauchbare Kopie deiner Website.

Diese Anleitung richtet sich an Einsteiger. Die Menüs unterscheiden sich je nach Hoster und Backup Werkzeug. Prüfe deshalb zusätzlich die Dokumentation deines Anbieters.

WordPress Backup erstellen und Dateien sichern

Warum dein WordPress Blog ein Backup braucht

WordPress besteht aus dem Grundsystem, deinem Theme, Plugins, hochgeladenen Bildern und einer Datenbank. In der Datenbank liegen unter anderem Beiträge, Seiten, Einstellungen, Nutzer und Kommentare. Fehlt ein Teil, ist die Sicherung unvollständig.

Ein Backup schützt dich vor mehreren typischen Problemen:

  • fehlerhaften WordPress oder Plugin Updates,
  • versehentlich gelöschten Seiten und Bildern,
  • Schadsoftware und unerlaubten Änderungen,
  • Defekten beim Hoster oder Server,
  • Fehlern bei einem Umzug auf eine neue Domain.

Die offizielle WordPress Dokumentation zu Aktualisierungen empfiehlt ausdrücklich, vor einem Update Datenbank und Dateien zu sichern. Verlasse dich nicht darauf, dass ein Update immer sauber durchläuft.

WordPress Backup erstellen und Wiederherstellung testen

Ein Backup ersetzt keine Wartung

Halte WordPress, Theme und Plugins trotzdem aktuell. Entferne Erweiterungen, die du nicht nutzt. Ein Backup hilft nach einem Fehler. Es verhindert den Fehler aber nicht.

Pflege auch die Inhalte deines Blogs. Der Beitrag zur internen Verlinkung im WordPress Blog zeigt dir, wie du Seiten sinnvoll miteinander verbindest. Diese redaktionelle Arbeit steckt ebenfalls in deiner Datenbank und gehört gesichert.

Was ein vollständiges WordPress Backup enthält

Der erste Teil sind die Dateien auf dem Webspace. Besonders wichtig ist der Ordner wp-content. Dort liegen Themes, Plugins und deine Uploads. Je nach Installation gehören auch angepasste Konfigurationsdateien und weitere selbst erstellte Dateien dazu.

Der zweite Teil ist die Datenbank. Sie enthält den Inhalt und viele Einstellungen. Eine reine Kopie der Bilder reicht deshalb nicht. Umgekehrt stellt eine Datenbank ohne Theme, Plugins und Mediendateien die Seite ebenfalls nicht vollständig wieder her.

Warum der WordPress Export allein nicht reicht

Unter „Werkzeuge“ und „Daten exportieren“ erzeugt WordPress eine XML Datei. Laut Dokumentation zum WordPress Export enthält sie Beiträge, Seiten, Kommentare, Felder, Kategorien, Schlagwörter und weitere Inhalte.

Diese Datei ist für einen Umzug oder eine zusätzliche Inhaltssicherung hilfreich. Sie ist aber kein vollständiges Backup. Plugins, Theme Dateien, Konfiguration und hochgeladene Medien liegen nicht komplett in dieser XML Datei.

Drei Wege für deine Datensicherung

Du kannst ein Backup beim Hoster, mit einem WordPress Plugin oder manuell erstellen. Für Einsteiger ist eine automatische Sicherung über Hoster oder Plugin meist am einfachsten. Wichtig ist weniger der Name des Werkzeugs als das Ergebnis: vollständige Dateien, vollständige Datenbank und eine funktionierende Wiederherstellung.

Backup beim Hoster

Viele Hosting Pakete erstellen Sicherungen automatisch. Prüfe Laufzeit und Bedingungen genau. Wie viele Versionen bleiben erhalten? Werden Dateien und Datenbank gesichert? Kannst du die Sicherung herunterladen? Kostet die Wiederherstellung extra?

Eine Sicherung, die nur beim selben Hoster liegt, hat einen Nachteil. Fällt dort dein Zugang aus, kommst du womöglich nicht an die Kopie. Lade deshalb in festen Abständen eine zusätzliche Version herunter.

Backup mit einem Plugin

Ein Backup Plugin plant Sicherungen direkt in WordPress und überträgt sie auf einen getrennten Speicher. Wähle ein gepflegtes Werkzeug mit verständlicher Wiederherstellung. Prüfe vor der Nutzung aktuelle Bewertungen, letzte Aktualisierung und unterstützte WordPress Version.

Speichere Sicherungen nicht ausschließlich auf demselben Webspace. Wenn dieser beschädigt oder kompromittiert wird, gehen Original und Backup im schlimmsten Fall gleichzeitig verloren.

Manuelles Backup

Bei einer manuellen Sicherung lädst du die Dateien per Hosting Dateimanager oder SFTP herunter. Die Datenbank exportierst du über das Verwaltungswerkzeug des Hosters. Diese Methode gibt dir Kontrolle, verlangt aber saubere Ablage und mehr Aufmerksamkeit.

Nutze eindeutige Dateinamen mit Domain und Datum. Schreibe niemals Passwörter offen in dieselbe Ablage.

So planst du automatische WordPress Backups

Die passende Häufigkeit richtet sich danach, wie oft sich deine Seite ändert. Ein kleiner Blog mit einem neuen Beitrag pro Woche braucht einen anderen Rhythmus als ein Shop mit täglichen Bestellungen.

  • Tägliche Änderungen: Datenbank täglich, Dateien mindestens wöchentlich sichern.
  • Wöchentliche Beiträge: komplette Sicherung mindestens wöchentlich.
  • Vor Updates: zusätzliche Sicherung direkt vor der Änderung.
  • Nach größeren Umbauten: neue geprüfte Ausgangsversion anlegen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät zu regelmäßigen Datensicherungen, bevor ein Verlust eintritt. Für wichtige Daten eignet sich das 3 2 1 Prinzip: drei Kopien, zwei verschiedene Speichermedien und eine Kopie an einem anderen Ort.

Eine einfache Aufbewahrung für kleine Blogs

Behalte zum Beispiel sieben tägliche, vier wöchentliche und mehrere monatliche Versionen. So kannst du auch zurückgehen, wenn ein Fehler erst nach Tagen auffällt. Eine einzige Sicherung wird sonst womöglich vom beschädigten Zustand überschrieben.

Verschlüssele Sicherungen mit personenbezogenen Daten. Begrenze den Zugriff und lösche alte Kopien nach einem festen Plan. Backups sind keine Ausnahme von Datenschutz und Zugangsschutz.

Die Wiederherstellung testen

Ein grünes Häkchen nach dem Backup Lauf beweist nur, dass das Werkzeug keinen offensichtlichen Fehler gemeldet hat. Es beweist nicht, dass du die Seite erfolgreich wiederherstellen kannst.

Teste mindestens eine Sicherung in einer getrennten Umgebung. Viele Hoster bieten eine Testseite oder Staging Umgebung. Prüfe danach:

  1. Startseite und mehrere Beiträge öffnen.
  2. Bilder und Downloads kontrollieren.
  3. Formulare und Anmeldung testen.
  4. Theme und wichtige Plugins prüfen.
  5. Interne und externe Links stichprobenartig öffnen.

Wenn du Affiliate Links verwaltest, prüfe nach der Wiederherstellung auch Weiterleitungen und Linkattribute. Der Beitrag Affiliate Links in WordPress verwalten zeigt, welche Angaben erhalten bleiben müssen.

Deine Backup Routine in sechs Schritten

  1. Prüfe, ob dein Hoster bereits vollständige Sicherungen erstellt.
  2. Lege den Rhythmus nach der Häufigkeit deiner Änderungen fest.
  3. Sichere Datenbank und Dateien gemeinsam.
  4. Speichere mindestens eine Kopie außerhalb des Webservers.
  5. Teste die Wiederherstellung in einer getrennten Umgebung.
  6. Kontrolliere jeden Monat Protokolle, Speicherplatz und alte Versionen.

Ergänze vor größeren Änderungen immer eine manuelle Sicherung. Das gilt auch dann, wenn die automatische Sicherung wenige Stunden später laufen würde. Ein Update wartet nicht auf deinen Zeitplan.

Nach der technischen Absicherung lohnt sich die redaktionelle Pflege. Mit einer besseren Meta Beschreibung erhöhst du die Klickrate, ohne dafür neue Artikel zu schreiben. Solche Überarbeitungen bleiben durch regelmäßige Backups erhalten.

WordPress Backup erstellen bedeutet damit mehr als einen Exportknopf zu drücken. Du brauchst Dateien, Datenbank, getrennte Aufbewahrung und einen Test der Wiederherstellung.

Richte zuerst eine automatische wöchentliche Sicherung ein und speichere eine Kopie außerhalb deines Webservers. Wenn sich dein Blog täglich ändert, verkürzt du den Abstand. Der wichtigste Test ist nicht der erfolgreiche Upload des Backups. Es ist die Frage, ob du daraus wieder eine funktionierende Website bekommst.


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